Hospital frei nach Hamlet

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Inhalt

Hagen van Elst, Besitzer und Chefarzt einer gut laufenden Privatklinik, erliegt plötzlich und unerwartet einem Herzinfarkt. Sein jüngerer Bruder Claudius ehelicht sehr bald darauf die verzweifelte Witwe und Erbin des Krankenhauses, Gertrud van Elst. Claudius wird Chefarzt, und mit Hilfe von Frau Oberärztin Dr. Grünberg erhält das Hospital eine straffe und gut funktionierende Führung, sehr zum Schrecken der Krankenschwestern und Zivildienstleistenden. Auch die Ehe der van Elsts ist ungestört und gut, bis eines Tages Colette, die nunmehr halbverwaiste Tochter Gertruds, von einem Auslandsaufenthalt zurückkehrt. Sie unterstützt die rasche Neuheirat ihrer Mutter mit ihrem Onkel ganz und gar nicht und verweigert gar, mit diesem das elterliche Haus zu teilen. So wohnt sie bei ihrer alten Freundin Frau Dr. Dorothea Weisses, von der sie zur Hospitation bei einer O.P. eingeladen wird. Nun überschlagen sich die Ereignisse: in wildem Tanz katalogisieren Zivi Harald und Sozialstundenableistende Bettina in der Pathologie die Leichen, bis eine Lebenszeichen von sich gibt. Die in Panik herbeigerufene Colette sperrt sich versehentlich mit den Leichen ein. Durch eine solche spricht der Geist ihres Vaters zu ihr. Claudius habe ihn ermordet, ihn um Frau, Besitz und Leben gebracht, sagt er und fordert Rache. Währenddessen assistieren ein paar Etagen höher die Krankenschwestern Luise Kranz und Luise Stern, eine Geliebte des Chefarztes, demselben und Oberärztin Dr. Carola Grünberg bei einer heiklen Operation. Der Patient segnet das Zeitliche und bei dem Versuch, die sterblichen Überreste in die Pathologie zu schicken, wird Dr. Grünberg auf das dort herrschende Chaos aufmerksam. Die clevere Komplizin van Elsts wittert Ungemach und überredet Claudius, der Luise Stern eigentlich loswerden will, diese mit Charme zum Spionieren zu bewegen. Zwischen Lukas, einem der beiden Söhne Frau Dr. Grünbergs, und Colette hat sich inzwischen eine zarte Liebe entsponnen, so berichtet sie ihm von ihrem Verdacht. Im Hospital spielen die Luisen mit der Wäsche von Personal und Patienten, währen Harald und Bettina die Medizinschränke nach Haluzigenen durchforsten. Alle vier werden von Frau Grünberg und Herrn van Elst ertappt und es kommt zu bösen Verwarnungen. Durch eine Kette von Zufällen treffen sich Colette, Lukas, Lars (der andere Sohn der Oberärztin), Luise Kranz und Luise Stern, Carola Grünberg sowie Herr und Frau van Elst zu nächtlicher Stunde im Hause van Elst, und die schließlich allein gelassene Gertrud hat einen grauenvollen Alptraum, in dem alle Figuren in durch Stelzen und Rollentausch verzerrter Form auftauchen. PAUSE Lars Grünberg handelt sich Ärger mit seiner Mutter ein wegen gefälschter Prüfungsaufgaben. Lukas und Colette genießen ihr Verliebtsein als der Geist erneut nach Rache ruft und so die Harmonie unterbricht. Dr. Dorothea Weisses und Zivi Harald beschließen, herauszufinden, was es mit sprechenden Leichen in der Pathologie auf sich hat. Colette stellt Claudius am Grabe ihres Vaters betend, er verrät sich und flieht. Als sie im Hospital Dorothea davon erzählt gibt es ein Mißverständnis mit der dazugekommenen Luise Stern, die daraufhin das Gerücht verbreitet, Claudius habe Gertrud geschlagen und schließlich erschlagen. Die Situation eskaliert als in diesem Augenblick, die angeblich Erschlagene und ihre tobende Tochter Colette fast gleichzeitig eintreffen. Alle glauben die junge van Elst sei wahnsinnig und Claudius nutzt diese Lage. Die Luisen sollen Colette unter einem Vorwand in die Psychiatrie locken. Gertrud will von ihrer Tochter eine Rechenschaft über ihr Verhalten. Diese jedoch kollabiert, wirft ihrer Mutter vor, eine Mörderhure zu sein und ersticht im Rausch der Wut die spionierende Oberärztin Grünberg mit einem Brieföffner. Lukas Grünberg wird zufällig Zeuge des Mordes und nimmt sich kurz darauf das Leben. Nach einigem Grübeln erkennt Lars die rätselhafte Abschiedsbotschaft seines Bruders und beschuldigt gegenüber Claudius Colette der Verantwortung für den Tod seiner ganzen Familie. Der Chefarzt will Lars beruhigen und stell dabei fest, daß die Gesuchte sich nicht in der Nervenheilanstalt befindet. Die beiden beschließen daraufhin, Colette zu vergiften. In einem fatalen Showdown auf dem Friedhof vergiftet der aufgeregte Lars sich selbst, Gertrud und Colette, die mit letzter Lebenskraft den über seine sterbende Frau gebeugten Claudius mit einem Stein erschlägt und so ihren Vater rächt. Kopfschüttelnd tritt der Tod herzu und verwundert sich erneut über die Menschen. Das Leben geht weiter... die am Leben gelassenen plündern lachend das Hospital. Der Rest ist Schweigen.